Medizin
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Item Stress, Copingstrategien und gesundheitsbezogene Lebensqualität während der Coronapandemie 2020/21(2025) Peters, ElkeAnfang 2020 lag mit Ausbruch der COVID-19-Pandemie eine unzureichende Evidenz hinsichtlich Stressbelastung und Lebensqualität infolge der Pandemie in der Bevölkerung vor. Es war unklar, inwiefern die individuellen Präventionsempfehlungen zur Verbesserung des Wohlbefindens von Nutzen hinsichtlich Stressbelastung und Lebensqualität für die Bevölkerung und für vulnerable Gruppen sind. Ziel der vorliegenden explorativen Arbeit ist die Deskription der wahrgenommenen Stressbelastung, der gesundheitsbezogenen Lebensqualität und von Aktivitäten zum Erhalt des Wohlbefindens während der COVID-19-Pandemie im April 2020 und November 2020 auf Basis von Online-Befragungsdaten einer Bevölkerungsstichprobe (n = 2.078) und in ausgewählten Subgruppen. Mit Hilfe von multiplen linearen Regressionsanalysen werden darüber hinaus Assoziationen von Copingstrategien und Stressbelastung, von Stresssymptomen und Stressbelastung sowie von Aktivitäten zum Erhalt des Wohlbefindens und Lebensqualität jeweils unter Berücksichtigung bekannter Einflussfaktoren aufgezeigt. Anders, als erwartet ist die Stressgesamtbelastung gemessen mit dem SCI bei Teilnehmen-den beider CoPa-Befragungen bei der Zweitbefragung gegenüber der Erstbefragung nicht erhöht. Die differenzierte Betrachtung der Stressgesamtbelastung zeigt jedoch, dass bei der Zweitbefragung der Wert für Stress durch Überforderung höher ist, während die Werte für Stress durch Unsicherheit und Stress durch Verlust bzw. tatsächlich eingetretene Ereignisse niedriger sind. Die Stressgesamtbelastung unterscheidet sich in den Subgruppen deutlich: Personen mit Hinweis auf eine Depression bzw. eine Angststörung sowie Personen mit einer selbstberichteten ärztlichen Depressionsdiagnose bzw. mit einer anderen psychischen Erkrankungsdiagnose im Leben weisen zu beiden Befragungszeitpunkten signifikant höhere Stressgesamtwerte auf als alle anderen untersuchten Subgruppen. Daneben äußern multi-morbide Personen und Personen mit Kindern unter 13 Jahren im Haushalt überdurchschnittlich hohe Stressgesamtwerte. Während die Stressgesamtbelastung von Frauen signifikant über dem Durchschnitt liegt, befindet sich der Stressgesamtwert von Männern signifikant darunter. Frauen geben signifikant höhere Werte für Stress durch Überforderung an, der im Verlauf noch zunimmt. Gleichzeitig äußern Männer bei der Zweitbefragung im Vergleich zur Erstbefragung einen niedrigeren Wert für Stress durch Überforderung. Personen ab 65 Jahre äußern die niedrigste Stressgesamtwerte, die signifikant niedriger sind als in allen anderen untersuchten Subgruppen. Erwartungsgemäß korreliert die Anzahl der Stresssymptome positiv mit der Stressgesamtbelastung und negativ mit der gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Im Mittel geben studien-teilnehmende Personen mehr als drei Stresssymptome an. Mehr als die Hälfte äußern Schlafschwierigkeiten, knapp die Hälfte Grübeln sowie jeweils ein Drittel Libidoverlust bzw. Kopfschmerzen. Die gesundheitsbezogene Lebensqualität aller Teilnehmenden beider Befragung ist im November 2020 niedriger als im April 2020, insbesondere Frauen, Personen ohne Kind/er unter 13 Jahre im Haushalt und Personen unter 65 Jahre äußern bei der Wiederholungsbefragung eine schlechtere Lebensqualität. Während diese von Personen mit eingangs positiven PHQ-2 und / oder GAD-2 im November 2020 besser eingeschätzt wird. In den multivariaten Analysen zeigt sich, dass die Anwendung der Copingstrategien „positiv denken“, „aktive Stressbewältigung“ und „soziale Unterstützung“, unter Kontrolle der Stressgesamtbelastung, psychische Beeinträchtigungen, Multimorbidität und personenbezogene Parametern mit einer Abnahme der wahrgenommenen Stressgesamtbelastung zum zweiten Befragungszeitpunkt assoziiert sind. Dieser Zusammenhang ist für die „soziale Unterstützung“ signifikant. Von den Aktivitäten zur Steigerung des Wohlbefindens, die von der WHO, dem IASC und dem IFRC in Quarantäne empfohlen werden, sind die zwei Aktivitäten „körperlich aktiv bleiben“ und „Humor behalten und lachen“ signifikant positiv mit der gesundheitsbezogenen Lebensqualität zu beiden Befragungszeitpunkten assoziiert. Personen mit psychischen Beeinträchtigungen geben im Vergleich zu nicht betroffenen Personen eine signifikant größere OR für die Ausführung der meisten hier untersuchten Aktivitäten zum Erhalt des Wohlbefindens an und nutzten gleichzeitiger seltener hier berücksichtigter adaptive Copingstrategien zum Abbau von Stress. Dabei nahm bei Personen mit Hinweis auf eine Depression und/oder eine Angststörung die wahrgenommene gesundheitsbezogene Lebensqualität im Verlauf zu, während sie bei den anderen Personen abnahm. Die deutlichen Gruppenunterschiede bei der Stressbelastung und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität machen deutlich, dass Unterschiede vorhanden sind und sowohl gruppenspezifische Betrachtungen als auch differenzierte Maßnahmen erforderlich sind. Aktivitäten zum Erhalt des Wohlbefindens sollten in der Bevölkerung bekannt sein und könnten in ähnlicher Situation empfohlen und ermöglicht werden. Insbesondere für psychisch beeinträchtigte Personen, multimorbide Personen, Frauen und für Personen mit Kindern könnten gezielt Unterstützungsangebote in vergleichbaren Situationen, wie in der Anfangsphase der Coronapandemie, hilfreich und wünschenswert sein.Item Die Regulation des G-Protein-gekoppelten Rezeptors GPR15 durch Toll-like-Rezeptor-Agonisten(2025) Kempen, Linda MariekeItem Identifizierung und Charakterisierung von Biomarkern beim Fibromyalgie-Syndrom(2025) Strobach, JohannaItem Item Evaluating the glymphatic system via magnetic resonance diffusion-tensor imaging along the perivascular spaces in brain tumor patients(2025) Villacis Miranda, Maria GabrielaItem Effekte der Editierung von Peroxisom-Proliferator-aktivierten Rezeptoren (PPARs) auf die Responsivität von humanen Gliomstammzellen gegenüber der Behandlung mit Temozolomid und/oder Fenofibrat(2025) Mielke, HenryDas Glioblastoma Multiforme (GBM) ist der häufigste primäre Hirntumor mit medianem Überleben von 15 Monaten. Zum Therapieversagen tragen stammzellähnliche Tumorzellen (stem like glioma cells; SLGCs) mit vielfältigen Resistenzmechanismen bei. GBM-Zellen zeigen metabolische Veränderungen: verstärkte Glykolyse, reduzierte OXPHOS-Aktivität, vermehrte Fettsäuresynthese. Die Peroxisome-Proliferator-aktivierten Rezeptoren (PPAR) regulieren diese Stoffwechselwege und bieten daher ein potenzielles therapeutisches Ziel. Die AG Zechel strebte in Vorarbeiten die Inaktivierung von PPAR-Genen mittels CRISPR/Cas9 an. In dieser Arbeit wurden vier Zellklone auf PPARA- und PPARG-Editierungen untersucht. Während alle PPARA-Klone Wildtyp-Sequenzen aufwiesen, zeigten zwei PPARG-Klone biallelisch verschiedene Deletionen. Die Mutationen trunkieren den Rezeptor in der DBD. Die Knockout-Klone wurden zusammen mit Klonen aus früheren Arbeiten für Behandlungsexperimente verwendet. BrdU-Elisa zeigten eine signifikante Proliferationshemmung durch Fenofibrat in Klonen und Mutterkulturen (T1440 & T1495). In Kombination mit TMZ ergab sich eine überwiegend additive Proliferationshemmung. Ein Zusammenhang mit dem Editierungstyp war nicht erkennbar. Western Blots zeigten hohe PPARα-Expression in Klonen und Mutterkulturen. Die TMZ-Sensitivität der MGMT-positiven T1495-Klone korrelierte mit der MGMT-Expression. Zusätzlich wurde immunzytochemisch der Einfluss von Fenofibrat und TMZ auf Zellzahl, Stammzellmarker (Sox-2) und DNA-Schäden (γH2AX) untersucht. Beide Substanzen reduzierten die Gesamtzellzahl. Der Sox2-Anteil sank nach Fenofibratbehandlung in den Klonen, stärker als nach TMZ-Gabe; synergistische Effekte fehlten. Die Wirkung auf H2AX positive Zellen variierte, mit kooperativen und antagonistischen Wirkungen. Zur SLGC-Markierung für ein ex vivo GBM-Modell wurden ein T1464-PPARG-Klon und die T1464-Mutterkultur stabil mit einem eGFP-kodierenden lentiviralen Vektor transfiziert. Die eGFP-Expression blieb heterogen. Die Ergebnisse zeigen ein therapeutisches Potenzial von Fenofibrat für die GBM-Therapie, jedoch auch mögliche antagonistische Effekte von Fenofibrat und TMZ. Künftige Untersuchungen sollten unterschiedliche PPAR-Subtypen, weitere SLGC-Linien mit definiertem Mutationsstatus und standardisierte stemness-Niveaus einbeziehen, um den Einfluss metabolischer Modulation auf Therapieresistenzen zu untersuchen.Item Entwicklung und Evaluation eines 3D-gedruckten Simulators für die neurointerventionelle Ausbildung(2025) Seemann, JakobDie endovaskulär-interventionelle Behandlung hat sich als ein Standardverfahren in der Therapie und Prävention von Schlaganfällen etabliert. Aufgrund steigender Fallzahlen und Ausweitung der Indikationstellung muss eine immer größere Anzahl an diesbezüglich geschultem Personal ausgebildet werden. Für diese Zwecke haben sich Simulationsmethoden, darunter insbesondere die 3D-gedruckten Gefäßmodelle, als wertvoller Bestandteil einer modernen Ausbildung bewiesen. Diesem Ansatz folgend wurde ein modularer, anatomie-basierter Simulator für Neurointerventionen entwickelt und mittels Form 2 SLA-3D-Drucker hergestellt. Die hierbei produzierten neurovaskulären Modelle wurden hinsichtlich ihrer Übereinstimmung mit der originären Anatomie untersucht: nach Aquisition einer 3D-Rotationsangiographie wurden beide Datensätze in CloudCompare verglichen. Hierbei zeigten sich durchschnittliche Abweichungen von 0,056 mm bei einer Standardabweichung von ±0,153 mm. Zusätzlich wurde mittels eines Fragebogens Feedback von insgesamt 24 Teilnehmenden verschiedener neuro-interventioneller Simulationskurse aquiriert. Dieses Feedback der Trainees mit durchschnittlich über 5 Jahren neurointerventioneller Erfahrung zeigte deutlich positive Einschätzungen bezüglich der Qualität der Modelle, deren Verhalten bei der endovaskulären Navigation und Durchführung verschiedener Eingriffe, sowie der modularen Funktionsweise des hier entwickelten Simulationssystems. Weiterhin stimmten nahezu alle Trainees zu, dass die Simulation an 3D-Modellen grundlegend die Sicherheit in der Durchführung von Neurointerventionen verbessern kann und auch ein routinemäßiger Bestandteil der Ausbildung werden sollte. Zusammenfassend konnte in dieser Arbeit gezeigt werden, dass der mittels herkömmlicher 3D-Drucker hergestellte Neurointerventionssimulator hochpräzise anatomische Modelle beinhaltet und erfolgreich zu Ausbildungszwecken eingesetzt werden kann.Item Hormonelle Veränderungen bei glukoseabhängigen Refraktionsschwankungen(2025) Knaak, ArminItem Evaluation der Implementierung einer digitalen Medikationskurve in einer psychiatrischen Klinik in Kombination mit einer pharmazeutischen Betreuung(2025) Wien, KatharinaUnterstützt durch das Krankenhauszukunftsgesetz wurde in einer psychiatrischen Klinik der Medikationsprozess durch die Einführung eines Softwaresystems mit integrierter klinischer Entscheidungsunterstützung digitalisiert. Im Rahmen dessen wurden regelmäßige Plausibilitätsprüfungen der verordneten Medikation bei stationär behandelten psychiatrischen Patienten durch Krankenhausapotheker in der Routineversorgung etabliert. Das Ziel dieser Arbeit war es, die Implementierung einer digitalen Medikationskurve in einer psychiatrischen Klinik in Kombination mit einer pharmazeutischen Betreuung zu untersuchen. Dafür wurde zunächst in einer retrospektiven Datenanalyse von papierbasierten und digitalen Medikationskurven untersucht, wie häufig welche arzneimittelbezogenen Probleme auftraten und wie viele Probleme bis zur Entlassung der Patienten vor und nach der Einführung der digitalen Medikationskurven und pharmazeutischen Plausibilitätsprüfungen ungelöst blieben. Anschließend wurden die in der internationalen Literatur bei psychiatrischen Patienten am häufigsten berichteten Arten arzneimittelbezogener Probleme sowie die in klinischen Studien untersuchten Interventionen zu deren Vermeidung systematisch ausgewertet. Zuletzt wurde in einer prospektiven, randomisierten Machbarkeitsstudie untersucht, ob Krankenhausapotheker unter Verwendung der digitalen Medikationskurven und Patientenakten dazu beitragen können, die Arzneimitteltherapiesicherheit von Patienten durch die Umsetzung von Leitlinien-Empfehlungen zum EKG-Monitoring unter Psychopharmakotherapie zu verbessern. Als häufigste Formen arzneimittelbezogener Probleme wurden sowohl in der retrospektiven Analyse der Patienten in der psychiatrischen Klinik als auch in der internationalen Literatur Verordnungsfehler und Arzneimittelinteraktionen identifiziert. Einen großen Anteil daran hatten Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln, die das QTc-Intervall verlängern können. Durch die Unterstützung eines Krankenhausapothekers wurden die Leitlinien-Empfehlungen zum EKG-Monitoring unter Psychopharmakotherapie signifikant häufiger umgesetzt, wodurch sich das QTc-Intervall der Patienten jedoch nicht signifikant änderte. Krankenhausapotheker können im interdisziplinären Behandlungsteam auf psychiatrischen Stationen unter Verwendung digitaler Medikationskurven dazu beitragen, arzneimittelbezogene Probleme zu lösen und die Arzneimitteltherapiesicherheit psychiatrischer Patienten zu verbessern. Größere randomisierte, kontrollierte Studien mit längeren Beobachtungszeiträumen sind erforderlich, um die klinische Relevanz pharmazeutischer Interventionen, z. B. in Bezug auf kardiale Ergebnisparameter, weiter zu untersuchen. Die interprofessionelle Zusammenarbeit mit Apothekern wird von Ärzten und Pflegekräften in der Psychiatrie als hilfreich wahrgenommen. Diese Ergebnisse stützen die Fortführung der pharmazeutischen Betreuung in der psychiatrischen Klinik.Item Item Item Item Die operative Therapie des moderaten bis höhergradigen Hörsturzes(2025) Ziese, JanoschItem Item Induced tic-like behavior in typically developed controls versus tics in Tourette syndrome(2025) Robert, CarinaThe Gilles de la Tourette Syndrome (GTS) is a chronic neuropsychiatric disorder characterized by motor and vocal tics. Tics are sudden, repetitive movements or vocalizations, such as eye blinking or throat clearing. In patients with GTS, there are inter- and intra-individual differences with regard to the affected body regions, the number, frequency and severity of the tics. Some patients with GTS are affected by coprolalia, a complex vocal tic in which taboo words or inappropriate expressions are uttered. The occurrence of normally suppressed behavior in the form of tics raises the question of whether cognitive control mechanisms are altered in GTS. Previous studies often focused solely on the motor aspects of tics and provided inconclusive results. Since speech production also involves internal monitoring mechanisms of cognitive control, the present study examines the inhibition of slips of the tongue, including taboo words, at the linguistic level to investigate potential changes in cognitive control mechanisms in GTS. For the study, the “Spoonerisms of Laboratory Induced Predisposition” (SLIP) paradigm was used, in which several pairs of inductor words with the same initial phonemes are presented, followed by a target word pair with inverse initial phonemes that should be pronounced aloud. This task created a conflict between two competing speech plans: the correct target word pair and the erroneous speech plan with the inverted phonemes, a so-called spoonerism. To induce a stronger conflict in the speech production process, taboo words were implemented as potential spoonerisms in addition to neutral words. During the task, participants’ brain activity was measured using electroencephalography (EEG) to identify the neural correlates of cognitive control triggered by the conflict. The aim of the study was to investigate the conflict processes between the neutral and taboo condition at behavioral and electrophysiological levels in a typically developed control group (TDC) and in patients with GTS. It was hypothesized that patients with GTS would produce more spoonerisms, particularly taboo spoonerisms, due to altered cognitive control processes. Additionally, it was expected that the electrophysiological correlates of conflict monitoring would differ between the neutral and taboo conditions and that these would be more pronounced in the GTS group for correct responses. For the TDC group, it was anticipated that results from previous SLIP studies would be replicated. This means it was expected that fewer taboo spoonerisms would occur, as these would be more strongly suppressed, which is also associated with delayed onset times of correct vocalized responses in this condition. The behavioral data showed differences between the neutral and taboo conditions. In both groups, the taboo condition was associated with a lower occurrence of spoonerisms and a delayed speech onset. From the EEG data, event related potentials (ERPs) time-locked to the speech prompt were calculated, which revealed that the neutral and taboo conditions were processed differently in the GTS group. This difference was most pronounced at the midline electrodes during a time window from 250 ms to 400 ms after the speech prompt. Additionally, a gradual recruitment of cognitive control processes depending on the number of inductor word pairs is indicated. This effect in the ERP data was not found in the TDC group. The results show that the behavioral data for both GTS and TDC groups were similar, with differences observed between neutral and taboo conditions in both groups. In terms of neural processes for conflict monitoring, the GTS group exhibited increased activity in the conditions involving implicit taboo words. These different activation patterns between neutral and taboo words suggest distinct cognitive control processes during the monitoring of speech plans in the GTS group. These findings provide an important basis for future studies focusing on the neurolinguistic control mechanisms in speech production within the context of GTS.