MicroRNAs als potenzielle Biomarker für Chemoresistenz in Adenokarzinomen des ösophagogastralen Übergangs
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Datum
2025
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Zusammenfassung
Bei Adenokarzinomen des ösophagogastralen Übergangs (AEG) wird regelmäßig eine neoadjuvante Chemotherapie durchgeführt. Allerdings ist das Ansprechen der Patienten sehr unterschiedlich, wobei einige Fälle keine therapeutische Wirkung zeigen und als chemoresistent eingestuft werden. Kleine, nicht-kodierende RNAs (miRNAs) haben sich als Schlüsselakteure in biologischen Prozessen, einschließlich bösartiger Erkrankungen, herausgestellt. Darüber hinaus wurden spezifische miRNAs identifiziert, die durch Umgehung vom Apoptose, durch Zellzyklusveränderungen oder Modifikation von Wirkstoffzielen mit der Entwicklung von Chemoresistenzen in Verbindung gebracht wurden. Wir führten eine retrospektive Studie mit 33 Patienten durch, die eine neoadjuvante Chemotherapie erhielten, indem wir ihre miRNA-Expressionsprofile maßen. Die histologische Tumorregression wurde anhand von Resektionsproben bewertet, während miRNA-Profile mittels präoperativer Biopsien, ohne vorherige Therapie, erstellt wurden. Ein vorausgewähltes Panel von 96 miRNAs, von denen bekannt ist, dass sie bei verschiedenen Malignomen von Bedeutung sind, wurde verwendet, um signifikante Unterschiede zwischen responsiven (chemosensitiven) und nicht responsiven (chemoresistenten) Fällen zu testen. Die Kohorte bestand aus 12 nicht responsiven und 21 responsiven Fällen mit den folgenden 4 miRNAs, die zwischen beiden Gruppen unterschiedlich exprimiert wurden: has-let-7f-5p, has-miRNA-221-3p, has-miRNA-31-5p und has-miRNA-191-5p. Die ersteren 3 zeigten eine Hochregulation in chemoresistenten Fällen, während letztere eine Hochregulation in chemosensitiven Fällen zeigte. Darüber hinaus konnte eine signifikante Korrelation zwischen einer hohen Expression von has-miRNA-194-5p und einem verlängerten Überleben nachgewiesen werden (p-Wert <0,0001). Zusammenfassend konnten wir ein Panel von 3 miRNAs identifizieren, die eine Chemoresistenz vorhersagen, und eine einzelne miRNA, die zur Chemosensitivität beiträgt. Diese miRNAs könnten als prognostische Biomarker fungieren und es ermöglichen das Ansprechen neoadjuvanter Therapien bei Patienten besser vorherzusagen.
Beschreibung
Concerning adenocarcinomas of the esophagogastric junction, neoadjuvant chemotherapy is regularly implemented, but patients' response varies greatly, with some cases showing no therapeutic effect, being deemed as chemoresistant. Small, noncoding RNAs (miRNAs) have evolved as key players in biological processes, including malignant diseases, often promoting tumor growth and expansion. In addition, specific miRNAs have been implicated in the development of chemoresistance through evasion of apoptosis, cell cycle alterations, and drug target modification. We performed a retrospective study of 33 patients receiving neoadjuvant chemotherapy by measuring their miRNA expression profiles. Histologic tumor regression was evaluated using resection specimens, while miRNA profiles were prepared using preoperative biopsies without prior therapy. A preselected panel of 96 miRNAs, known to be of importance in various malignancies, was used to test for significant differences between responsive (chemosensitive) and nonresponsive (chemoresistant) cases. The cohort consisted of 12 nonresponsive and 21 responsive cases with the following 4 miRNAs differentially expressed between both the groups: hsa-let-7f-5p, hsa-miRNA-221-3p, hsa-miRNA-31-5p, and hsa-miRNA-191-5p. The former 3 showed upregulation in chemoresistant cases, while the latter showed upregulation in chemosensitive cases. In addition, significant correlation between high expression of hsa-miRNA-194-5p and prolonged survival could be demonstrated (p value <0.0001). In conclusion, we identified a panel of 3 miRNAs predicting chemoresistance and a single miRNA contributing to chemosensitivity. These miRNAs might function as prognostic biomarkers and enable clinicians to better predict the effect of one or more reliably select patients benefitting from (neoadjuvant) chemotherapy.
Schlagwörter
AEG, Adenokarzinom, miRNA, Chemoresistenz, Chemosensitivität, Ösophagus, Magen, Kardia
Zitierform
Institut/Klinik
Institut für Pathologie