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Postoperative Fazialisspätparese nach Operationen am Mittelohr

dc.affiliation.instituteKlinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
dc.contributor.authorBielenberg, Max Alexander
dc.contributor.refereeMeyer, Jens Eduard
dc.contributor.refereeOvari, Attila
dc.date.accepted2026-04-30
dc.date.accessioned2026-06-16T08:20:33Z
dc.date.available2026-06-16T08:20:33Z
dc.date.issued2026
dc.description.abstractKlinische Charakteristika postoperativer Fazialisspätparese (FSP) nach Mittelohroperationen – eine retrospektive, monozentrische Studie anhand 40 Fälle Ziel der Arbeit: Identifizierung möglicher Auslöser postoperativer FSP nach Mittelohr-OPs. Methoden: Retrospektive, monozentrische Studie mit Fällen an einer Klinik (2010-2021). Ergebnisse: Die postoperative FSP trat in dem Zeitraum 2010-2021 in dieser Klinik in einer Häufigkeit von 1,14% (n=40) auf, bezogen auf eine Gesamtzahl von 3.508 Operationen am Mittelohr in o. g. Zeitraum und Klinik. In der Altersgruppe 318 Jahre (Inzidenz 1,24%, n=35) trat die Parese statistisch nicht signifikant häufiger als in der Altersgruppe <18 Jahre auf (Inzidenz 0,81%, n=5; p-Wert: >0.1). Kleine Fallgruppen sind bei der Interpretation zu bedenken. Bezogen auf die Gesamtzahl an durchgeführten Operationen am Mittelohr ist auffällig, dass die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer postoperativen FSP bei TPL Typ I mit 1,60% (n=28) signifikant höher ist als bei 1. TPL Typ III mit oder ohne Mastoidektomie (0,77%, n=11; p-Wert: 0.033), 2. Tympanomastoid-OP mit oder ohne Prothesenimplantation (0,35%, n=4; p-Wert: 0.001), 3. TPL Typ III mit Mastoidektomie (0,36%, n=3; p-Wert: 0.006), 4. TPL Typ III mit oder ohne Mastoidektomie und Tympanomastoid-OP ohne Prothesenimplantation (0,68%, n=12; p-Wert: 0.01) und 5. TPL Typ III mit Mastoidektomie und Tympanomastoid-OP ohne Prothesenimplantation (0,35%, n=4; p-Wert: 0.0001). Das HSV-1-IgM fiel in drei Fällen positiv aus, zwei Fälle waren grenzwertig positiv. Das Anti-VZV-IgM fiel zudem in drei Fällen positiv aus. Neben der Virusreaktivierung sind Auffälligkeiten am Fazialiskanal (n=8), bakterielle Infektionen, direkte Nervenverletzungen (unbemerkt) und intratympanale Kollagene oder blutstillende Zellulose-Schwämme als pathogenetische Faktoren auffällig. Fazit: Die postoperative FSP ist weiterhin nicht abschließend ätiologisch geklärt, hat wahrscheinlich eine multifaktorielle Pathogenese und ist daher weiterhin Gegenstand wissenschaftlicher Arbeiten. Die Mastoidektomie könnte ein protektiver Faktor gegen das Auftreten der postoperativen FSP sein. Das Risiko könnte durch Vermeidung von potentiell auslösenden Faktoren vermindert werden, was Gegenstand zukünftiger wissenschaftlicher Arbeiten sein sollte. Abschließend wurden praktische Empfehlung zur Prävention, Diagnose und Therapie der postoperativen FSP erstellt.
dc.identifier.urihttps://epub.uni-luebeck.de/handle/zhb_hl/3672
dc.identifier.urnurn:nbn:de:gbv:841-2026061602
dc.language.isode
dc.subjectFazialisspätparese
dc.subjectFSP
dc.subjectpostoperative Fazialisspätparese
dc.subjectdelayed postoperative facial paralysis
dc.subjectpostoperative delayed facial nerve palsy
dc.subjectDFNP
dc.subjectpostoperative Fazialisparese
dc.subjectdelayed facial palsy
dc.subject.ddc610
dc.titlePostoperative Fazialisspätparese nach Operationen am Mittelohr
dc.typethesis.doctoral

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