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Digitalisierung in der Patientenversorgung im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

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2025-01-17

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Zusammenfassung

Die wissenschaftliche Arbeit ist in den Kontext der Digitalisierung am UKSH eingebettet. Die Forschungsfrage lautet: „Wie beeinflusst die Terminplanung in der Hochschulambulanz die Zufriedenheit von Patienten bzw. deren Angehörigen?“. Im Rahmen der Arbeit wurden Baslinedaten zu den Einflussfaktoren aus der Terminplanung ermittelt, ein grundlegender Fragebogen entwickelt und die digitalen Daten aus dem KIS rund um den Ambulanzaufenthalt ausgewertet. Diese geben einen wertvollen Hinweis auf die Verbesserung im Rahmen der Organisation von Wartezeiten auf den Patienten. Der entwickelte Fragebogen umfasst 9 Abschnitte mit 83 Items und 1.119 Fragebögen wurden ausgewertet. Die Fragestellungen wurden in fünf Gruppen geclustert; 1. Patientenzufriedenheit, 2. Wege der Terminierung, 3. Wartezeiten, 4. Zusammenhang zwischen Termin – Wartezeit – Patientenzufriedenheit und Abhängigkeiten zwischen Patientenzufriedenheit – Personenmerkmalen. Ein Ergebnis sind eigene reliable spezifische Items zur Bewertung der Zufriedenheit mit der Terminvereinbarung in einer Ambulanz mit 6 Zufriedenheitsdimensionen. Die Dimensionen der „Zufriedenheit mit Information & Organisation“ sowie der „Zufriedenheit mit dem persönlichen Umgang“ sind als Prädiktoren für die „Zufriedenheit mit der Behandlung“ und die „Zufriedenheit insgesamt mit der Ambulanz“ geeignet sind. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass die Versorgungsqualität nicht nur an der medizinischen Behandlungsqualität gemessen werden sollte, sondern ebenfalls die Bedürfnisse des Patienten nach Organisation und Information sowie persönlichem Umgang erfüllen muss. Das dritte Ergebnis ist eine Auswertung von 13.351 auszuwertenden Zeiten im Sinne des Process Mining. Das Process Mining ist an der Schnittstelle zwischen Prozesswissen und Datenwissenschaft. Aus dem KIS konnten folgende Prozesszeiten berechnet werden; Wartezeit, Patientenwartezeit, Reservewartezeit, Verspätung Patient, Behandlungszeit und Gesamtaufenthaltszeit. Überraschend war die gemessene Verspätung mit durchschnittlich 26 min bei 42% der Patienten. Die Arbeit gibt ein differenziertes Bild auf die Zufriedenheit mit der Terminvereinbarung mit der Ambulanz. Ergänzt werden konnte die Diskussion um die Prozesszeiten. Es wurde deutlich, dass die Wartezeiten geringe Bedeutung haben. Vielmehr gilt es, die Verspätung des Patienten in den Focus zu rücken. Im Ergebnis ist für die Zukunft der Digitalisierung der Terminplanung in der Ambulanz zu beachten, dass die Einführung der Online-Terminplanung und Nutzung anderer digitaler Wege bestenfalls die Patientenzufriedenheit hält. Die Versorgungsqualität der Zukunft sollte sich daher stärker an den organisatorischen und menschlichen Bedürfnissen der Patienten ausrichten.

Beschreibung

The scientific work is embedded in the context of digitalization at the UKSH. The research question is: “How does appointment scheduling in the university outpatient clinic influence the satisfaction of patients and their relatives?”. As part of the work, baseline data on the influencing factors from appointment scheduling were determined, a basic questionnaire was developed and the digital data from the HIS relating to the outpatient stay was evaluated. These provide a valuable indication of how to improve the organization of waiting times for patients. The developed questionnaire comprises 9 sections with 83 items and 1.119 questionnaires were evaluated. The questions were clustered into five groups; 1. patient satisfaction, 2. ways of scheduling, 3. waiting times, 4. relationship between appointment - waiting time - patient satisfaction and dependencies between patient satisfaction - personal characteristics. One result is our own reliable specific items for assessing satisfaction with making appointments in an outpatient clinic with 6 satisfaction dimensions. The dimensions of “satisfaction with information & organization” and “satisfaction with personal contact” are suitable as predictors for “satisfaction with treatment” and “overall satisfaction with the outpatient clinic”. As a result, it should be noted that the quality of care should not only be measured by the quality of medical treatment, but must also meet the patient's needs for organization and information as well as personal contact. The third result is an evaluation of 13.351 times to be analyzed in terms of process mining. Process mining is at the interface between process knowledge and data science. The following process times were calculated from the HIS: waiting time, patient waiting time, reserve waiting time, patient delay, treatment time and total length of stay. The measured delay was surprising at an average of 26 minutes for 42% of patients. The study provides a differentiated picture of satisfaction with the appointment process with the outpatient clinic. The discussion was supplemented by the process times. It became clear that waiting times are of little importance. It is much more important to focus on the patient's delay. As a result, it should be noted for the future of digitalization of appointment scheduling in outpatient clinics that the introduction of online appointment scheduling and the use of other digital channels will at best maintain patient satisfaction. The quality of care in the future should therefore focus more on the organizational and human needs of patients.

Schlagwörter

Digitalisierung, Patientenzufriedenheit, Patient, Hochschulambulanz, Ambulanz, Terminierung, Onlineterminierung, Patientenportal, Terminplanung, Wartezeit, Wartezeiten, Verspätung, Patientenwartezeit, Faktorenanalyse, Varianzanalyse, Regression, Fragebogen, KIS, Process Mining, Prozess, Prozessmanagement, Befragung, Zufriedenheit, Behandlungszufriedenheit, Gesamtzufriedenheit, Persönlicher Umgang, Information und Organisation, Zeitaufwand, Leichtigkeit, realisierter Termin, Termin, Digital, Literarität

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Institut/Klinik

Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie

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