Die Assoziation eines polygenen Scores mit dem Intelligenzquotienten Frühgeborener im Vergleich zu den Auswirkungen nicht-genetischer Faktoren
| dc.affiliation.institute | Klinik für Kinder- und Jugendmedizin | |
| dc.contributor.author | Burmester, Miriam Valerie | |
| dc.contributor.referee | Göpel, Wolfgang | |
| dc.contributor.referee | Oltmanns, Kerstin | |
| dc.date.accepted | 2025-11-24 | |
| dc.date.accessioned | 2026-01-06T11:46:25Z | |
| dc.date.available | 2026-01-06T11:46:25Z | |
| dc.date.issued | 2025 | |
| dc.description.abstract | Hintergrund: Frühgeborene sind eine vulnerable Gruppe. Aufgrund der perinatalen Umstände besteht ein erhöhtes Risiko für eine ungünstige neurokognitive Entwicklung. Ein polygener Score (PGS) erklärt in der Allgemeinbevölkerung 4 % der IQ-Varianz. Der Zusammenhang mit dem IQ Frühgeborener wurde bisher nicht untersucht. Zielsetzung: Untersuchung der Assoziation des IQ-PGS mit dem Intelligenzquotienten, des Einflusses nicht-genetischer Faktoren und Interaktionen zwischen PGS und nicht-genetischen Faktoren bei fünfjährigen VLBW-Frühgeborenen. Einschätzung der klinischen Relevanz. Methoden: Analysiert wurden die Daten von 2.076 VLBW-Frühgeborene des GNN (prospektive Kohortenstudie), deren IQ mittels WPPSI-III erhoben und Nabelschnur-DNA SNP-genotypisiert wurde. Mittels linearer Regressionsanalyse wurde die Assoziation zwischen PGS und IQ ermittelt. Es erfolgte die multiple Regressionsanalyse der Assoziation aller untersuchten Einflussfaktoren mit dem IQ sowie die Analyse der Interaktion zwischen PGS und nicht-genetischen Faktoren. Ergebnisse: Der PGS war signifikant mit dem IQ assoziiert (p=0,037, +0,22 IQ-Punkte/Dezil) und erklärte 0,2 % der Varianz. Die Assoziation blieb in der multiplen Regressionsanalyse signifikant. In der Subgruppenanalyse war sie bei Jungen (p = 0,005) und Kindern mit IVH (p = 0,012) signifikant. Nicht-genetische Faktoren waren stärker mit dem IQ assoziiert: negativ assoziiert waren außereuropäische Herkunft der Mutter (−9,0 IQ-Punkte), IVH (−6,1 IQ-Punkte) und SGA (−5,2 IQ-Punkte), positiv ein höheres Gestationsalter (+1,3 IQ-Punkte/Woche), höherer mütterlicher Schulabschluss (+4,9 IQ-Punkte) und weibliches Geschlecht (+1,5 IQ-Punkte). Der Mehrlingsstatus zeigte keinen Effekt. Schlussfolgerung: Der IQ-PGS ist bei VLBW-Frühgeborenen im Alter von fünf Jahren signifikant mit dem IQ assoziiert. Die klinische Relevanz ist gering. Perinatale und soziodemografische Faktoren beeinflussen den IQ stärker. Ein routinemäßiges Bestimmen des PGS ist nicht empfehlenswert. Gezielte Fördermaßnahmen für vulnerable Gruppen sind sinnvoll. | |
| dc.identifier.uri | https://epub.uni-luebeck.de/handle/zhb_hl/3572 | |
| dc.identifier.urn | urn:nbn:de:gbv:841-2026010602 | |
| dc.language.iso | de | |
| dc.subject | Frühgeborene | |
| dc.subject | VLBW | |
| dc.subject | Intelligenz | |
| dc.subject | IQ | |
| dc.subject | Polygener Score | |
| dc.subject.ddc | 610 | |
| dc.title | Die Assoziation eines polygenen Scores mit dem Intelligenzquotienten Frühgeborener im Vergleich zu den Auswirkungen nicht-genetischer Faktoren | |
| dc.type | thesis.doctoral |
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