Die Rolle des Haarfollikels in Antikörpertransfer induzierter Epidermolysis bullosa acquisita

dc.affiliation.instituteLübecker Institut für Experimentelle Dermatologie
dc.contributor.authorFokuhl, Ayleen
dc.contributor.refereeHundt, Jennifer E.
dc.contributor.refereeKönig, Peter
dc.date.accepted2026
dc.date.accessioned2026-02-04T11:29:59Z
dc.date.available2026-02-04T11:29:59Z
dc.date.issued2026
dc.description.abstractDie Epidermolysis bullosa acquisita (EBA) ist eine blasenbildende, autoimmun bedingte Hauterkrankung, gekennzeichnet durch Autoantikörper gegen Kollagen Typ VII. Es kommt an der dermo-epidermalen Junktionszone unter Beteiligung neutrophiler Granulozyten und der Aktivierung des Komplementsystems zu der charakteristischen subepidermalen Blasenbildung. Haarfollikel (HF) gehören zu den immunprivilegierten Geweben und durchlaufen lebenslang den Haarfollikelzyklus, der durch Aufbau- (Anagen), Abbau- (Katagen) und Ruhephase (Telogen) gekennzeichnet ist. In Nude-Mäusen fiel im EBA-Mausmodell auf, dass Läsionen bevorzugt an Hautarealen auftraten, an denen HF in unterschiedlichen Phasen des Haarfollikelzyklus nebeneinander lagen (bisher unveröffentlicht). Nude-Mäuse weisen einen Keratinisierungsdefekt auf, weshalb sie phänotypisch nackt erscheinen. Hairless-Mäuse sind charakterisiert durch eine normale HF-Morphogenese. Die HF treten jedoch nicht in den Haarfollikelzyklus ein, sie degenerieren. Unter Verwendung dieser Mausstämme sollte in dieser Arbeit der Einfluss des HF auf die Induktion experimenteller EBA näher charakterisiert werden. Es konnte gezeigt werden, dass in Hairless-Mäusen durch Antikörpertransfer EBA induziert werden kann. Die von Läsionen betroffene Körperoberfläche ist sowohl in Nude-Mäusen als auch in Hairless-Mäusen signifikant niedriger als in behaarten Wurfgeschwistern (behaarte WG). Die oberflächliche Körpertemperatur, gemessen auf der Haut, zeigt zwischen Hairless- und Nude-Mäusen im Vergleich zu behaarten WG keinen signifikanten Unterschied – eine Beeinflussung des Clinical Score durch den entzündungshemmenden Effekt von Kälte, erscheint daher unwahrscheinlich. Die Anlagerung des pathogenen IgG entlang der dermalen Zysten der Hairless-Mäuse führt zu einer nach außen unsichtbaren Entzündungsreaktion in der Haut und kann zu dem niedrigeren Clinical Score beitragen. Ergänzende Zytokinanalysen am Serum der Nude-Mäuse legen nahe, dass der Thymusdefekt eine nicht unerhebliche Rolle bei der Induktion der EBA in Nude-Mäusen spielt. Abschließend kann ein Einfluss des HF und des Immunprivilegs auf die Ausprägung der EBA in den untersuchten Mäusen nicht ausgeschlossen werden. Zur Klärung der Rolle des HF müssen weitere Untersuchungen an den Mausstämmen unter Berücksichtigung der einzelnen Phasen des HF und des Immunprivilegs erfolgen.
dc.identifier.urihttps://epub.uni-luebeck.de/handle/zhb_hl/3591
dc.identifier.urnurn:nbn:de:gbv:841-202602041
dc.language.isode
dc.subjectHaarfollikel
dc.subjectEBA
dc.subjectNude
dc.subjectHairless
dc.subject.ddc610
dc.titleDie Rolle des Haarfollikels in Antikörpertransfer induzierter Epidermolysis bullosa acquisita
dc.typethesis.doctoral

Dateien

Originalbündel

Gerade angezeigt 1 - 1 von 1
Lade...
Vorschaubild
Name:
260122_DissertationAF_Final_Epub.pdf
Größe:
5.34 MB
Format:
Adobe Portable Document Format

Lizenzbündel

Gerade angezeigt 1 - 1 von 1
Vorschaubild nicht verfügbar
Name:
license.txt
Größe:
5.07 KB
Format:
Item-specific license agreed to upon submission
Beschreibung:

Sektion


KONTAKT

Universität zu Lübeck
Zentrale Hochschulbibliothek - Haus 60
Ratzeburger Allee 160
23562 Lübeck
Tel. +49 451 3101 2201
Fax +49 451 3101 2204


IMPRESSUM

DATENSCHUTZ

BARIEREFREIHEIT

Feedback schicken

Cookie-Einstellungen