Verlaufsbeobachtung von 10 Jahren nach Brustrekonstruktion mit Deep Inferior Epigastric Artery Perforator Flap (DIEP)-Lappenplastik

Vorschaubild nicht verfügbar

Datum

2026

Autor:innen

Zeitschriftentitel

ISSN der Zeitschrift

Bandtitel

Verlag

Zusammenfassung

Hintergrund Das Fehlen der weiblichen Brust stellt für Betroffene oftmals eine funktionelle, wie auch soziale Belastung dar. Die Brustrekonstruktion mittels Deep Inferior Epigastric Artery Perforator Flap (DIEP-Lappenplastik) ist derzeit der Goldstandard der autologen Brustrekonstruktion. Die Zufriedenheit der Patientinnen nach Brustrekonstruktion mittels DIEP-Lappenplastik ist von vielen Faktoren abhängig. In der internationalen Literatur finden sich hierzu nur wenig Langzeitergebnisse. Methodik In der vorliegenden Studie wurden Patientinnen, die zwischen 2010 und 2019 eine Brustrekonstruktion mittels DIEP-Lappenplastik erhalten hatten, eingeladen und untersucht. Die subjektive Wahrnehmung im Hinblick auf das ästhetische Ergebnis wurde Anhand eines studienspezifischen Fragebogens, des Patient and Observer Scar Assessment Scale (POSAS), sowie in einer anschließenden klinischen Untersuchung evaluiert. Die Gesamtzufriedenheit der Patientinnen wurde mittels BREAST-Q bestimmt. Ergebnisse Insgesamt wurden in der folgenden Studie 179 Patientinnen, bei denen insgesamt 203 DIEP-Lappenplastiken operiert wurden, untersucht. Die erreichten Werte im BREAST-Q zeigten sich im internationalen Vergleich ähnlich, wobei sich eine „sekundäre Brustrekonstruktion“ als signifikanter Prädikator für einen höheren BREAST-Q Gesamtwert erwies. In der Subgruppen-Analyse wiesen Patientinnen mit einer „unilateralen Brustrekonstruktion“ signifikant höhere Werte in „Zufriedenheit mit der Brust“, „Physisches Befinden der Brust“ und „Physisches Befinden des Abdomens“ auf als Patientinnen mit einer „bilateraler Brustrekonstruktion“. Ebenfalls wiesen Patientinnen mit anschließender Mamillen-Areola-Komplex (MAK)-Rekonstruktion signifikant höhere Werte in „Psychosoziales Wohlbefinden“ und „Sexuellem Befinden“ auf. Die Projektion der rekonstruierten Mamille zeigte sich im postoperativen Verlauf abnehmend. Eine Signifikanz konnte jedoch nicht nachgewiesen werden. Des Weiteren zeigte sich die sichtbare DIEP-Lappenplastik signifikant heller als die umliegende Haut. Ebenfalls zeigte sich bei unilateral rekonstruierten Patientinnen die rekonstruierte Areola signifikant heller als die nicht-rekonstruierte ursprüngliche Areola. Auch konnte bei einer größeren Gruppe an Patientinnen eine zusätzliche Behaarung auf der sichtbaren Lappenplastik nachgewiesen werden. Schlussfolgerung Die Ergebnisse dieser Langzeitstudie geben Aufschluss über den postoperativen Zustand auch viele Jahre nach dem chirurgischen Eingriff. Dies macht es möglich zukünftigen Patientinnen im präoperativen Beratungsgespräch detailliertere Auskünfte über das zu erwartende Ergebnis zu liefern. Des Weiteren zeigte sich welche Faktoren einen Einfluss auf die Zufriedenheit der Patientinnen haben.

Beschreibung

Background The absence of the female breast often negatively affects the patient's social life. Breast reconstruction using the Deep Inferior Epigastric Artery Perforator Flap (DIEP-Flap) is currently the gold standard of autologous breast reconstruction. Patient satisfaction after breast reconstruction with DIEP-Flap depends on various parameters. However, there are few long-term results in the international literature. Methods In the present study, patients undergoing a DIEP-Flap breast reconstruction between 2010 and 2019 were invited and examined. Subjective perception regarding aesthetic outcome was evaluated using a study-specific questionnaire, the Patient and Observer Scar Assessment Scale (POSAS), and in a clinical examination. The overall patient satisfaction was determined using the BREAST-Q. Results A total of 179 patients who underwent a total of 203 DIEP-Flap breast reconstructions were examined in the following study. The BREAST-Q scores achieved were similar compared to the international literature and the parameter "secondary breast reconstruction" proved to be a significant predictor of a higher overall BREAST-Q score. In the subgroup analysis, patients with "unilateral breast reconstruction" had significantly higher scores in "breast satisfaction," "physical well-being of the breast," and "physical well-being of the abdomen" than patients with “bilateral breast reconstruction”. Likewise, patients with subsequent nipple-areola complex reconstruction had significantly higher scores in "Psychosocial well-being" and "Sexual well-being." The projection of the reconstructed nipple was shown to decrease postoperatively. However, significance could not be shown. Furthermore, the visible DIEP-Flap was significantly lighter than the surrounding skin. Likewise, the reconstructed areola appeared significantly lighter in unilaterally reconstructed patients than the non-reconstructed original areola. Also, additional hair could be detected on the visible DIEP-Flap in a larger group of patients. Conclusion The long-term study results provide information about the postoperative condition even many years after the surgical procedure. This makes it possible to provide future patients with more detailed information about the expected results. Furthermore, it was shown which parameters influence the satisfaction of the patients.

Schlagwörter

Zitierform

Institut/Klinik

Klinik für Plastische Chirurgie

Sektion


KONTAKT

Universität zu Lübeck
Zentrale Hochschulbibliothek - Haus 60
Ratzeburger Allee 160
23562 Lübeck
Tel. +49 451 3101 2201
Fax +49 451 3101 2204


IMPRESSUM

DATENSCHUTZ

BARIEREFREIHEIT

Feedback schicken

Cookie-Einstellungen