Auswirkungen der Druckerholung auf die Beurteilung der Funktion des pulmonalen Homotransplantats nach Ross-OP mittels Doppler-Ultraschall

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2025

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In vorangegangenen Studien konnte gezeigt werden, dass eine relevante Druckerholung die funktionelle Öffnungsfläche der stenotischen Aortenklappe vergrößert und die Belastung des linken Ventrikels verringert. Die Bedeutung der Druckerholung in der Pulmonalarterie war jedoch bisher wenig erforscht. In der hier vorgelegten Studie wurde daher die Auswirkung der Druckerholung mittels 2D-Echokardiografie in der Lungenarterie distal des Homotransplantats bei Patienten nach Ross-Operation untersucht. Die vorliegende Arbeit basiert auf der Untersuchung von 92 Patienten mit pulmonalem Homograft mittels Doppler-Echokardiografie. Die Druckerholung wurde dabei in Abhängigkeit vom Durchmesser der Lungenarterie gemessen, der mittels Computertomographie-Angiografie bestimmt wurde. Die Homograft-Öffnungsfläche, der Klappenwiderstand und die transvalvuläre Schlagarbeit wurden sowohl mit als auch ohne Berücksichtigung der Druckerholung berechnet. Die Druckerholung nahm mit zunehmendem Pulmonalarteriendurchmesser ab. Im Durchschnitt betrug die Druckerholung 41,5 ± 7,1% des vom Doppler abgeleiteten Druckgradienten, was zu einer deutlich vergrößerten, funktionellen Homograft-Öffnungsfläche führte: Der ermittelte Energy-Loss-Index wies unter Berücksichtigung der Druckerholung eine funktionelle Öffnungsfläche des Homotransplantats von 1,3 ± 0,4 cm2/m2 auf, wohingegen der effektive Öffnungsflächenindex unter Vernachlässigung der Druckerholung deutlich geringer war und nur 0,9 ± 0,4 cm2/m2 betrug. Die Berücksichtigung der Druckerholung bewirkte eine signifikante Reduktion des Homograft-Widerstandes und der transvalvulären Schlagarbeit. Unter Einbeziehen dieser Druckerholung verbesserten sich die Korrelationen der verwendeten Parameter signifikant und 11 von 18 Patienten (≙ 61%) in der Gruppe mit schwerer Homograftstenose (gemäß EOAI <0,6 cm2/m2) konnten als moderate Stenose neu klassifiziert werden. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass die Dopplermessungen den Schweregrad der Homograftstenose und damit die rechtsventrikuläre Belastung bislang überschätzt haben, wenn die Druckerholung in der Pulmonalarterie vernachlässigt wurde. Dopplermessungen, die die Druckerholung außer Acht lassen, führen demnach möglicherweise zu einer falschen Klassifizierung der Homograftstenose. Die Berücksichtigung der Druckerholung hingegen kann dazu beitragen, verfrühte Operationen zu vermeiden

Beschreibung

Schlagwörter

Echokardiographie, Druckerholung, Ross-OP, Homograft

Zitierform

Institut/Klinik

Medizinische Klinik II

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