Auflistung nach Autor:in "Wagner, Lynn"
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Item Evaluation eines individualisierten, tabletbasierten Trainingsprogramms zur körperlichen Aktivierung von Parkinson-Patient*innen(2025) Wagner, LynnHintergrund: Regelmäßige körperliche Aktivität kann sich positiv auf motorische und nicht-motorische Symptome beim Idiopathischen Parkinson-Syndrom (IPS) auswirken. Physio-therapeutische Interventionen sind wesentlicher Bestandteil der stationären multimodalen Komplexbehandlung bei Morbus Parkinson (PKB). Im ambulanten Bereich fehlt es jedoch oft an personellen Ressourcen, um eine kontinuierliche physiotherapeutische Versorgung weiterzuführen. Das individualisierbare, tabletbasierte ParkProTrain-Trainingsprogramm zielt darauf ab, Parkinson-Patient*innen zu unterstützen und ein körperlich aktivierendes Eigentraining in der Häuslichkeit zu etablieren. Es wurde die Wirksamkeit eines neunmo-natigen Einsatzes dieses Programms bei Patient*innen mit einem IPS im Anschluss an eine dreiwöchige, stationäre PKB im Hinblick auf gesundheitsbezogene primäre und sekundäre Zielvariablen evaluiert. Material und Methoden: Es wurde eine monozentrische kontrollierte Längsschnittstudie mit drei Messzeitpunkten durchgeführt (PKB-Beginn, PKB-Ende, neun Monate nach PKB). Die Interventionsgruppe (IG) nutzte das Trainingsprogramm nach Entlassung aus der Klinik für neun Monate in der Häuslichkeit, während die Kontrollgruppe (KG) lediglich die üblichen Empfehlungen von der Klinik mitbekam. Als primäre Zielvariable wurde die parkinsonspe-zifische Lebensqualität mit dem PDQ-8 gemessen. Die sekundären Outcomes waren Teil-habeeinschränkungen, Sturzangst, Schlafstörungen, Ängste und Depressionen sowie Schmerzen, Leistungsfähigkeit und körperliche Aktivität. Ergebnisse: Vollständige Datensätze lagen von N=93 IG- und N=137 KG-Teilnehmer*innen vor. Sowohl die IG als auch die KG zeigten nach der PKB deutliche Verbesserungen in allen Zielparametern. Die Werte verschlechterten sich neun Monate nach PKB für die meis-ten Variablen bis unter die Ausgangswerte. In Bezug auf die Teilhabe, Depressivität sowie Leistungsfähigkeit in Beruf und Freizeit wurden signifikante Verbesserungen im Vergleich zu PKB-Beginn zugunsten der IG beobachtet. Die IG-Patient*innen waren zu 98,8% zufrie-den mit der Intervention und den einzelnen Komponenten. Diskussion: Auch wenn kein deutlich ausgeprägter Effekt in der IG beobachtet wurde, war die Verschlechterung einiger Zielparameter bei der IG geringer ausgeprägt als bei der KG und einige der Parameter verbesserten sich sogar. Dieser positive Trend zugunsten der IG lässt sich möglicherweise auf die Intervention zurückführen. Es wird vermutet, dass die pandemiebedingten Rahmenbedingungen, unter denen die Studie stattfand, die Intensität der messbaren Effekte beeinflusst haben. Empfehlungen für zukünftige Interventionen und den Einsatz in verschiedenen Versorgungssettings wurden diskutiert und abgeleitet.